Klima- und Energiemodellregion Eferding (KEM)

Klima- und Energiemodellregion Eferding (KEM)2017-08-30T15:02:28+00:00
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Leitbild der Klima- und Energiemodellregionen Österreichs:

Unser gemeinsames Ziel: 100 Prozent Versorgung mit erneuerbarer Energie

Die Begrenzung des Klimawandels ist die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte. Die Klima- und Energie-Modellregionen in ganz Österreich teilen deshalb die Ziele der Vereinten Nationen (Paris-Ziele), die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Das bedeutet für Österreich, dass die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen gegen null reduziert werden müssen.

Wir setzen Klimaschutzprojekte um

Wir machen uns schrittweise unabhängig von fossiler Energie und versorgen uns und andere mit erneuerbarer Energie, indem wir Projekte und Aktivitäten insbesondere in folgenden Themenfeldern umsetzen:
• Reduktion des Energieverbrauchs
• Erneuerbare Energie
• Bewusstseinsbildung
• Mobilität
• Bauen und Sanieren
• Landwirtschaft und Ernährung
• Tourismus

Bündelung der Klima- und Energie-Aktivitäten in der Region

Wir als ManagerInnen der Klima-und Energie-Modellregionen informieren, motivieren, initiieren und koordinieren. Wir binden Gemeinden, Unternehmen, Institutionen und BürgerInnen von der Idee bis zur Projektumsetzung ein und fördern die Identifikation mit der Region durch nutzenstiftende Klimaschutzprojekte.

Positive Effekte unserer Arbeit

Wir alle profitieren von lebenswerten Regionen:
• Gemeinsam leisten wir einen Beitrag für eine intakte Umwelt.
• Unsere Arbeit unterstützt die regionale Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region.
• Wir sind unabhängiger von fossilen Energiequellen und tragen so zu Versorgungssicherheit und stabilen Energiepreisen bei.

Unsere Arbeitspakete und Schwerpunkte für den Förderzeitraum 2017 bis 2019:

 

ENERGIEEFFIZIENZ

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Systeme

Kurzbeschreibung: Die Bestandsaufnahmen in den 13 KEM Gemeinden bzw. Detailanalysen in 6 Gemeinden haben ein Einsparpotenzial von mind. 400.000 kWh bestätigt. In 6 KEM-Gemeinden soll eine Umstellung über eine gemeinsame Ausschreibung koordiniert umgesetzt werden.

Energiemanagement für öffentliche Gebäude

Kurzbeschreibung: Für „kleinere“ kommunale Gebäude, in denen es keine technische Betreuung gibt, wie z.B. Kindergärten, wird ein methodisches Energiemonitoring benötigt. Ziel ist es, ein geeignetes, kostengünstiges Instrument für diese Objekte zu finden und ein Abkommen mit den Gebäudeeigentümern zu treffen, um ihre Energieverbräuche und energieverbrauchende Anlagen periodisch auf Energieeffizienz zu überprüfen oder überprüfen zu lassen.

Energieeffizienz in Haushalten

Kurzbeschreibung: Für die Haushalte der Region soll es möglich sein, sich an eine regionale Stelle zu wenden und eine kostenlose Beratung zum Thema Energieeffizienz zu erhalten. Entsprechende Angebote, wie energiesparende Produkte, Dienstleistungen (z.B. Thermografie) und Vorträge bei Hausversammlungen werden angeboten.

 

ERNEUERBARE ENERGIE

Sonnenenergie für Hauhalte

Kurzbeschreibung: Private Haushalte sollen motiviert werden, in Solarenergie zu investieren und durch Angebote wie PV-Pakete (3-5 kWp Anlagen und Kleinsterzeugungsanlagen) unterstützt werden.

Photovoltaik-Anlagen für Mehrfamilienhäuser

Kurzbeschreibung: Die Dachflächen von Mehrfamilienhäusern sollen zur Erzeugung von Solarstrom genutzt werden. „Mieterstrommodelle“ werden abhängig von der künftigen Gesetzeslage angeboten, um einen Anteil des Eigenverbrauchs zu decken. Im Rahmen von Zusendungen und Hausversammlungen werden die Angebote den Haushalten vorgestellt.

Ausbau sonstiger erneuerbarer Energien

Kurzbeschreibung: In der Region werden noch einige öffentliche Gebäude mit fossilen (hauptsächlich Erdgas) Energieträgern versorgt. Für diese sollen eine Bewertung mittels Heizungscheck der bestehenden Heizungsanlage und Vergleichsberechnungen der Lebenszykluskosten durchgeführt werden.

NACHHALTIGE MOBILITÄT

Steigerung des Radverkehrs

Kurzbeschreibung: Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen soll in der Region Eferding erhöht werden – vorrangig innerhalb des Zukunftsraums Eferding, aber auch in den anderen KEM-Gemeinden. Durch die Freigabe der Umfahrung Eferding im Herbst 2016 wird folglich das Stadtgebiet verkehrsberuhigt und damit Radfahren sicherer. Zur Motivation der Bürger das Rad tatsächlich als Alltagsverkehrsmittel und nicht nur als Freizeit- oder Sportgerät für kurze Wege zu nutzen sollen immer zu Beginn der Saison verschiede Initiativen gesetzt werden.

Steigerung der Auslastung des ÖPNV

Kurzbeschreibung: 2017 soll die Bahnstrecke Linz-Eferding als S-Bahn (S5) geführt werden. Das Angebot macht den öffentlichen Verkehr attraktiver. Damit die Bevölkerung das neue Angebot auch in Anspruch nimmt, bedarf es zusätzlicher Informationen und Möglichkeit zum Austesten. Dazu helfen die Schnuppertickets, die für den Bürger kostenlos sind. Weiteres Ziel der Maßnahme ist die Verbesserung der „letzten Meile“.

Bewerbung Mitfahrbörse Flinc

Kurzbeschreibung: Das beauftragte Arbeitspaket 2014 – 2016 hat gute Ergebnisse gezeigt. Im Aktionszeitraum konnten in der Region 400 neue User (+33%) gewonnen werden, die Anzahl der Angebote und Nachfragen fast verdoppelt werden.
Diese Aktivität soll in dieser Art und Weise weitergeführt werden, da das vorhandene Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Umsetzung Anrufsammeltaxi im Zukunftsraum Eferding

Kurzbeschreibung: Das Konzept des Anrufsammeltaxis soll dauerhaft eingeführt werden, dieses Arbeitspaket unterstützt auch das Arbeitspaket 8 „Steigerung der Auslastung ÖPNV“. Mitunter kann durch die Maßnahme das bereits in der Region bestehende (in der letzten Weiterführungsphase aufgebaute) E – Carsharing besser genutzt und ausgelastet werden, da der Aspekt „Wie komme ich zum Fahrzeug“ immer wieder thematisiert wird.

Bewerbung E-Mobilität

Kurzbeschreibung: Im Rahmen dieses Arbeitspaketes werden in Eferdinger KEM Gemeinden den BürgerInnen die marktverfügbaren E-Fahrzeuge präsentiert und vor Ort zum Testen zur Verfügung gestellt, damit möglichst viele Menschen e-Mobilität erfahren und erleben können.

KEM Eferding 2010 – 2016

Umsetzungszeitraum 2014 – 2016

Kurzbeschreibung: Nach der 1. Umsetzungsphase wurde vom Klimafonds eine Weiterführung auf weitere 2 Jahre genehmigt. Folgende Arbeitspakete wurden eingereicht:

  • Energieeffiziente Straßenbeleuchtung
  • Thermische Sanierung von Wohngebäuden
  • Energiemanagement für öffentliche Gebäude
  • Weiterer Ausbau von PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden
  • Weiterer Ausbau von Kleinwasserkraftanlagen durch Investorensuche
  • Potentialerhebung Kleinwindanlagen
  • PV Sorglos-Paket für Haushalte und Gewerbebetriebe
  • Energietage in Schulen
  • Radkonzept für den „Zukunftsraum Eferding“
  • Carsharing „E-Mobilität“
  • Mitfahrgelegenheit MIV-Pendlerverkehr
  • Shuttledienst zu den Zügen

Im Endbericht ist der Umsetzungsstand dokumentiert.

Umsetzungszeitraum 2012 – 2014

Kurzbeschreibung: Die in der Einreichung als Klima- und Energiemodellregion Eferding 2009 definierten Arbeitspakete sind im regionalen Umsetzungskonzept abgedeckt.  Die in den kommunalen Energiekonzepten definierten und beschlossenen Maßnahmen sind abgestimmt auf die Schwerpunkte der Modellregion und umgekehrt. Dort, wo es sinnvoll ist, werden Umsetzungsschritte und Projekte auf regionaler Ebene geplant und dann regional oder auch in einzelnen Gemeinden umgesetzt. „Es muss nicht jede/r alles neu erfinden.“

Im Umsetzungszeitraum 2012 – 2014 wurden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Energiemanagement
  • Positionierung als Energieregion
  • Kleinwasserkraft
  • Energie, Wirtschaft, Schule
  • Bewusstseinsbildung

Die Ergebnisse finden sich im Endbericht.

Regionales Umsetzungskonzept und energiepolitische Ziele 2010

Kurzbeschreibung: Um die Fördervoraussetzungen einer KEM zu erfüllen, musste als erster Schritt ein regionales Umsetzungskonzept erarbeitet werden. Auf Basis der kommunalen Energiekonzepte wurde in Kooperation mit der FH Wels dieses Umsetzungskonzept erarbeitet und zur Begutachtung beim Klimafonds eingereicht. Die Genehmigung erfolgte Anfang Jänner 2012. Ing. Herbert Pölzlberger, MSc, der für die Umsetzung als Energiemanager im REGEF ab 1. März 2011 beschäftigt wurde, koordiniert seither als Projektleiter die nötigen Schritte zur Erreichung der energiepolitischen Ziele 2020 und die Umsetzung der definierten Arbeitspakete.

Unser Ziel bis 2020 lautet:

  • Die Modellregion Eferding ist im Jahr 2020 zu 50 % energieautark.
  • Steigerung der Energieeffzienz um 20 %.
  • Ausbau des Anteils der erneuerbaren Energieträger auf 55 %.

Hier finden Sie das regionale Umsetzungskonzept zum Nachlesen.

Bewerbung als Klima- und Energiemodellregion 2009

Vorgeschichte: 2007 – 2009 wurde im Rahmen eines LEADER-Projektes ein Energieentwicklungsplan für den Zukunftsraum Eferding (Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping) erstellt. 2009 wurde der Bezirk Eferding als erster Klimabündnis-Bezirk von LR Rudi Anschober ausgezeichnet, alle Gemeinden sind dem Klimabündnis beigetreten. 2009 – 2010 folgte daraufhin die flächendeckende Erstellung von kommunalen Energiekonzepten (E-GEM) in allen weiteren Gemeinden des Bezirkes Eferding und in Buchkirchen bei Wels.

Zahlreiche Energieprojekte wurden bereits ab dem Jahr 2007 umgesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt war der Bau bzw. Ausbau von Biomasseheizanlagen in der gesamten Region.

Die Umsetzung der in den kommunalen Energiekonzepten vorgeschlagenen Maßnahmen hatte oberste Priorität. Die bereits gesetzten Impulse sollten verstärkt werden, um Eferding auf dem Weg zur Energieautarkie zu begleiten. Dadurch soll die Region Eferding als Standort attraktiv bleiben und Versorgungssicherheit garantiert werden.

Der Klima- und Energiefonds baut auf vorhandene Erfahrungen auf und ermutigt und unterstützt mit seinem Programm „Klima- und Energie-Modellregionen“ motivierte Regionen bei ihrer Entwicklung. Im November 2009 hat der Regionalentwicklungsverband Eferding als Projektträger ein auf die Ausschreibungskriterien abgestimmtes Konzept beim Klimafonds eingereicht und wurde damit im Jänner 2010 als „Klima- und Energie-Modellregion“ anerkannt.

  • Kurz umrissen beinhaltete die Einreichung folgende Schwerpunkte:
  • Aufbauend auf die kommunalen Energiekonzepte (E-GEM) wird ein Energieentwicklungsplan (Umsetzungskonzept) für die Gesamtregion erstellt.
  • Einrichtung eines regionalen Energiemanagements unter Nutzung einer bestehenden Büroinfrastruktur und Beschäftigung eines Modellregionen Managers zur Koordinierung der Aufgaben.
  • Weitestgehende Energieautarkie der Region bis 2020 (mindestens 50 %).
  • Nachhaltige Reduktion der Treibhausgasemissionen in allen Sektoren.
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Erhöhung der regionalen Wertschöpfung
  • Vernetzungsmaßnahmen vor allem im Bereich von Schule, Gewerbe und Landwirtschaft
  • Positionierung der Region als Energie-Region nach innen und außen
  • Umsetzung von Maßnahmen v.a. in den Bereichen Energieeffizienz, solare Energie, Kleinwasserkraftwerke und Mobilität.

Partner & Sponsoren

Wir danken unseren Sponsoren, Partnern und Unterstützern, ohne die wir die Projekte nicht umsetzen könnten.