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EFERDINGER LAND. Wie uns Nora Pointinger berichtete, würde sie die Arbeitsbedingungen der Näherinnen und Näher verbessern, wenn sie in der Textilbranche sofort etwas ändern könnte. Die Auseinandersetzung mit genau diesem Thema sowie die oft hohe Schadstoffbelastung in konventionell gefertigter Kleidung waren für die Haibacherin Sandra Straßl ausschlaggebend, ihren eigenen Weg zu gehen.

Sandra Straßl, SA Fashion Kids

„Bei Billigmode für Babys oder Kinder war ich immer schon sehr, sehr skeptisch. Während der Schwangerschaft zu meiner Tochter habe ich mir immer schon Gedanken gemacht, was ich meinem Kind anziehe und ich wollte einfach nichts, das mit Schadstoffen belastet ist oder unter schlechten Arbeitsbedingungen produziert wird. Das hat mich auf die Idee gebracht, selbst Kleidung zu nähen. Da weiß ich ganz genau, woher der Stoff kommt. Von Anfang an hat mir das Nähen sehr viel Freude gemacht hat und ich habe viel positives Feedback aus meinem Umfeld bekommen. Dann fing ich an, mir zu überlegen, ob ich den Schritt in die Selbstständigkeit wage, und das habe ich dann auch gemacht, und bin somit seit 2018 selbstständig. Mir ist immer sehr wichtig, dass meine Stoffe alle öko-zertifiziert sind. Es ist wirklich „slow fashion“, es wird alles von Hand gemacht, jedes einzelne Stück ist von mir gefertigt. Es geht dann weiter beim Thema Verpackung, ich schaue, dass ich, so gut es geht, alles plastikfrei verpacke und somit alles nachhaltig ist. Ich verpacke meine Sachen in Seidenpapier, schaut nett aus und ist einfach ein nachhaltiges Produkt.“

 

Sandra Straßl hat mit SA Fashion Kids ihr eigenes Label gegründet und produziert in der Region zum überwiegenden Teil für die Region. Sie bildet sich nicht nur regelmäßig weiter, sondern gibt auch Workshops, um andere Nähbegeisterte darin zu unterstützen, Kleidung für ihre Kinder selbst zu nähen.
Nähere Infos unter: www.sa-fashion-kids.at

Foto: KEM Eferdinger Land; Sandra Straßl von SA Fashion Kids